Strukturelle Dissoziation - Grundlagen und Behandlungsansätze

Wann

Fr., 24.03.2023 - Sa., 25.03.2023    

Buchungen

€420,00 inkl. 20% USt.
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Wo

Star Inn Hotel
Linke Wienzeile 224, Wien, Wien, 1150

Referent/in

Dr. Harald Schickedanz

Veranstaltungstyp

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Zielgruppe

  • PsychotherapeutInnen – das Seminar entspricht den Fortbildungsrichtlinien des BMG
  • ÄrztInnen mit PsyIII-Diplomwerden – es werden 18 fachspezifische DFP Punkte angerechnet
  • Klinische PsychologInnen – es werden 18 EH vom BÖP angerechnet
  • MusiktherapeutInnen in eigenverantworlicher Ausübung

Inhalt

Jeder Mensch ist teilbar – so könnte die Erfahrung von Professionellen zusammengefasst werden, die beruflich mit Menschen arbeiten, die Gewaltopfer wurden. Strukturelle Dissoziation ist ein biologisch hinterlegter Mechanismus, der es uns Menschen ermöglicht auch chronische und extreme Formen von Gewalt zu überleben, aber eben zum Preis der inneren Teilung. Je näher uns Menschen stehen, die Gewalt ausüben, je früher sie im Leben auftritt, um so intensiver sind die Folgen. TraumatherapeutInnen sind bestrebt, diese Teilungen (klein)schrittig aufzuheben im Sinne von Assoziation, Synthese und Integration.

Inhalte des Seminars:

Erster Tag:

  • 1. Thema: Strukturierte diagnostische Abklärung: Was ist strukturelle Dissoziation? Folgen von schwerer, chronischer Gewalteinwirkungen
    (Stundenzahl: 1, Vortrag und Übung)
  • 2. Thema: Differenzialdiagnostik mit anderen:Testdiagnostik (SKID-D, FDS, SDQ 5 und SDQ 20), Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit Schizophrenie, Borderline-Persönlichkeitsstörung und anderen
    (Stundenzahl: 2, Vortrag und Übung)
  • 3. Thema: Spezifische Fokussierung auf Trinität des Traumas: Ignoranz, Fragilität und Kontrolle: Persönlichkeitsanteile, ihre innere Dynamik und die therapeutischen Herausforderungen, die sie an uns stellen. Enaktivismus und enaktive Therapie
    (Stundenzahl: 2, Vortrag und Übung)
  • 4. Thema: Bei DIS oder Partielle DIS: der Werkzeugkoffer der Therapie struktureller Dissoziation: Ressourcen- und Belastungsdiagramm, Innere Landkarte, Belastungslandkarte, Kurz-EMDR, Notfallkoffer, Aromatherapie und systematische Ressourcensuche.
    (Stundenzahl: 2, Vortrag und Übung)
  • 5. Thema: Einführung in die Prinzipien und Haltung, Ethik und Sicherheit in der Therapie struktureller Dissoziation.
    (Stundenzahl: 1, Vortrag und Übung)

Und immer: Fragen, Kommentare, Diskussion, Fallbeispiele und Eigenes erwünscht!

Zweiter Tag:

  • 6. Thema: Förderung der inneren Kommunikation: Prinzipien der Therapie der strukturellen Dissoziation 1: Gewaltfreiheit, Arbeit auf Augenhöhe, Stabilisierung
    (Stundenzahl: 2, Vortrag und Übung)
  • 7. Thema: Psychotherapeutische Arbeit während Ausstiegsbegleitung: Besonderheiten bei organisierter und ritueller Gewalt: Deprogrammierung, Zeugenschutz, Netzwerksarbeit.
    (Stundenzahl: 2, Vortrag und Übung)
  • 8. Thema: Sequenzielle Traumatisierung: Prinzipien der Therapie struktureller Dissoziation 2: Safety first, innen und außen, Ressourcenorganisation und Exposition.
    (Stundenzahl: 2, Vortrag und Übung)
  • 9. Thema: Verarbeitung der Traumatischen Erinnerung: Prinzipien der Therapie struktureller Dissoziation 3: Assoziation, Synthese, Integration – was kommt danach: Neuorientierung, Psychohygiene für TherapeutInnen: Aus- und Weiterbildung, Intervision und Supervision
    (Stundenzahl: 2, Vortrag und Übung)

Und immer: der Sitzerschöpfung vorbeugen durch interaktive Bewegungssequenzen.

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