Wann

Fr., 03.05.2024 - So., 05.05.2024    
1. Tag: 10.00 bis 18.00 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 17.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 17.00 Uhr
24 Unterrichtseinheiten

Buchungen

Buchungen geschlossen

Wo

Casino Baumgarten
Linzer Str. 297, Wien, 1140

Referent/in

Dr. phil. Dipl.-Psych. Kai Fritzsche

Veranstaltungstyp

Karte nicht verfügbar

Zielgruppe

  • PsychotherapeutInnen
  • ÄrztInnen mit PsyIII-Diplom
  • PsychiaterInnen
  • Klinische PsychologInnen
  • MusiktherapeutInnen in eigenverantworlicher Ausübung

Inhalt

Spätestens bei der Thematisierung der Arbeit mit destruktiv wirkenden Ego-States und Täterintrojekten erhitzen sich die Gemüter vieler Kolleginnen und Kollegen. Die Arbeit mit diesen inneren Anteilen ist komplex, teilweise verwirrend und kann mit Befürchtungen und Hilflosigkeit verbunden sein. Andererseits erleben wir sie fast täglich in unseren Praxen. Nicht nur in der Behandlung von Patienten mit komplexen Traumafolgestörungen sind wir damit von Beginn unserer psychotherapeutischen Arbeit an konfrontiert.

Teil 4 des Trauma-Curriculums Ego-State-Therapie Kai Fritzsche befasst sich mit dieser Problematik. Es werden Wege aufgezeigt, wertschätzend und kreativ mit destruktiv wirkenden bewältigenden Ego-States und Täter*Innenintrojekten zu arbeiten. Dabei wird das Potenzial hervorgehoben, das in dieser Thematisierung liegt. Viele Therapeutinnen und Therapeuten erleben dies, als würde eine angezogene Handbremse gelöst. Die Arbeit verläuft auf mehreren Ebenen und über mehrere Wege. Zugrunde liegt ein Spektrum der Dissoziation, das mit einem Spektrum destruktiv wirkender bewältigender Ego-States“ korrespondiert. Dieses Spektrum reicht vom sogenannten inneren Kritiker bis hin zum kaum erreichbaren täter*innennahen Anteil. Der konzeptionelle Ausgangspunkt besteht aus der Annahme der protektiven Bewältigungsfunktion dieser inneren Anteile hinsichtlich der Befriedigung basaler Grundbedürfnisse. Der konzeptionelle Zugang baut auf dem psychotraumatologisch orientierten Dissoziationsverständnis von Pierre Janet auf.

Das Seminar soll Mut machen für die Arbeit, neues Handwerkszeug liefern und einen neuen Zugang in der Arbeit mit diesen Anteilen ermöglichen. Die Vorgehensweisen der Ego-State-Therapie, die in den Grundausbildungsveranstaltungen vermittelt wurden, werden dabei genutzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ihr Repertoire erweitern und ihren Patientinnen und Patienten mit neuen Impulsen begegnen.

Methoden

Im Seminar wird den Teilnehmer*Innen ein Einblick in die theoretischen Ansätze, die Methoden und Behandlungsstrategien der Arbeit mit traumatisierten Ego-States praxisnah und abwechslungsreich vermittelt. Durch Demonstrationen, Übungen und Diskussionen wird ein vielfältiger Zugang geschaffen. Das Seminar wird die Möglichkeit bieten, erste Schritte dieser Thematik unmittelbar anzuwenden, also in die eigene psychotherapeutische Arbeit einzuflechten.

Literatur

  • Fritzsche, K. (2021) Ego-State-Therapie bei Traumafolgestörungen. Handbuch für die Praxis. Heidelberg: Carl Auer.
  • Fritzsche K. (2020) Die Begegnung mit Persönlichkeitsanteilen in der Ego-State-Therapie. In: Stadler C., Kress B. (eds) Praxishandbuch Aufstellungsarbeit. Springer, Wiesbaden
  • Fritzsche, K. (2021). Praxis der Ego-State-Therapie. Heidelberg: Carl Auer, 4. Aufl.
  • Fritzsche, K. (2018). Grenzerfahrungen, Grenzübergänge, überwundene Grenzen. Mit Ego-State-Therapie von der Dissoziation zur Integration. Hypnose – Zeitschrift für Hypnose und Hypnotherapie (Hypnose-ZHH), 13 (02), 119-139.
  • Fritzsche, K. (2017). Zwei Gesichter der Dissoziation. PiD – Psychotherapie im Dialog, 18 (03), 79-82.

Teilnahmevoraussetzung: Teil 1 Teil 2, Teil 3 des Curriculum Ego-State Therapie bei Traumafolgestörungen.

Dazugehörige Termine des Curriculums:

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