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Mi., 14.09.2022    

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Zielgruppe

  • PsychotherapeutInnen
  • ÄrztInnen mit PsyIII-Diplom
  • Klinische PsychologInnen
  • MusiktherapeutInnen in eigenverantwortlicher Ausübung

Inhalt

“Traumatische Erlebnisse verursachen vielfältige psychopathologische Symptome, die eine Herausforderung für die differentialdiagnostische Einordnung darstellen. Die Beurteilung und diagnostische Wertung von psychotischem Erleben stellt hierbei eine besondere Herausforderung dar. Seit Schneiders Verknüpfung der Symptome ersten Ranges mit der schizophrenen Psychose 1939 wurde eine Spezifität für die Diagnose einer Schizophrenie angenommen. Erst mit der Veröffentlichung des DSM 5 2013 wurde der diagnostische Stellenwert in Frage gestellt. Hierzu haben die Auseinandersetzung mit den Folgen von Traumatisierungen und die Wiederentdeckung von Janets Modell der Dissoziation beigetragen. Das Modell der Dissoziation nimmt mittlerweile eine bedeutende Rolle bei der Interpretation von stressassoziiertem psychotischem Erleben ein. Die historische Entwicklung der psychiatrischen Diagnostik und die Schwierigkeiten, traumaassoziierte Psychopathologie einzuordnen, sind eng miteinander verbunden. Im Seminar werden historische, biologische und klinisch-pragmatische Aspekte der differentialdiagnostischen Einordnung von psychotischem Erleben bei Traumafolgestörungen und der Borderline-Persönlichkeitsstörung vorgestellt und diskutiert.”

Nach einem Theorie-Teil werden Interpretationen der Phänomenologie mit Implikationen für das therapeutische Handeln anhand von Beispielfällen (vom Referenten publizierte Case reports) diskutiert und damit ein Praxisbezug auch für Fragen der Selbstbestimmtheit von symptomatisch schwer betroffenen Patienten hergestellt.

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