Wann

Fr., 02.05.2025 - So., 04.05.2025    
1. Tag: 10.00 bis 18.00 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 17.00Uhr
3. Tag: 09.00 bis 16.00 Uhr
24 Unterrichtseinheiten

Buchungen

€756,00 inkl. 20% USt.
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Wo

Leonardo Vienna Schönbrunn
Linke Wienzeile 224, Wien, 1150

Referent/in

Anke-Maria Hausmann

Veranstaltungstyp

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Zielgruppe

  • PsychotherapeutInnen
  • ÄrztInnen mit PsyIII-Diplom
  • PsychiaterInnen
  • Klinische PsychologInnen
  • MusiktherapeutInnen in eigenverantwortlicher Ausübung

Inhalt

Das Protokoll TASSE und die bindungsorientierte Aufarbeitung von frühen Traumatisierungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Ein Trauma entsteht, weil ein Mensch „damals“ mit dem belastenden Ereignis alleine gelassen wurde und ihm somit schutzlos ausgeliefert war.

Das „Damals“ liegt meistens in der frühen Kindheit unserer Patienten.

Folglich wäre es doch naheliegend, das Trauma so aufzuarbeiten, dass es dem Kind von „damals“ möglich wird, die traumatische Situation zu bewältigen.

Mit Schutz, Trost, Halt und unserem Verständnis, dass das Kind von „damals“ die Schuld als Erklärung brauchte, um das Unerklärliche, was ihm angetan wurde, zu verarbeiten. Bei einer Bindungstraumatisierung gehen die Kinder diesen Weg, um eine Möglichkeit zu erhalten weiter leben zu können.

Hier setzt das Protokoll TASSE an. Es ist ein sehr kurzes EMDR-Protokoll mit dem es möglich wird, das Trauma mit einer korrigierenden Bindungserfahrung aufzuarbeiten.

Für die meisten Patienten ist es eine neue Erfahrung während der Trauma-Aufarbeitung Trost, Schutz, Sicherheit und sich verstanden fühlen, durch eine korrigierende Bindungserfahrung zu erhalten.

Durch das haltgebenden Setting wird es am Ende des Protokolls möglich, die inneren Schuld- ,Wut und Trauerthematik, die durch das Trauma entstanden ist, aufzuarbeiten.

Jeder Buchstabe des Wortes TASSE steht, für eine Einwebung, so z.B. dass „T“ für den Trost. Die Einwebung Trost wird mit einer positiven und korrigierenden Bindungserfahrung beim durchprozessieren verknüpft.

Das Protokoll ist bewusst kurzgefasst, um die Motivation für die Aufarbeitung beim Patienten aufrecht zu erhalten. Das Protokoll TASSE wird von den Teilnehmern der Fortbildung in Kleingruppen am zweiten Tag geübt.

Zum Konzept der Fortbildung gehört die Aufdeckung von frühen Traumatisierungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Bei den Erwachsenen und den Jugendlichen wird die Aufdeckung der frühen Traumatisierungen mit einer Ego-States-Technik und der Spielbühne möglich gemacht.

Bei Kindern erfolgt die Aufdeckung der frühen Traumatisierungen über die Rückverfolgung des belastenden Bildes, Geräusches, Körpergefühls oder dem unangenehmen Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht. Im Anschluss wird das Erlebnis durch Malen oder mit der Sandspieltherapie dargestellt.

Somit wird es der Therapeutin/ dem Therapeuten möglich, ein Wissen über die frühen Traumatisierungen zu erlangen, auch wenn es keine Personen gibt, die Auskunft geben könnten.

Ein weiterer Bestandteil der Fortbildung ist es, Dissoziationen bindungsorientiert mit unseren Patienten aufzuarbeiten und die Trigger der Patienten als Auskunftsmöglichkeit zu nutzen, was unseren Patienten in der Vergangenheit passiert ist.

Der theoretische Anteil gibt Einblicke zur Bindungstheorie, zur Bindungstraumatisierung, zu Dissoziationen und Triggern, zur Arbeit mit Patienten mit komplexen Traumatisierungen, sowie Patienten mit dissoziativer Persönlichkeitsstörung und den Grundelementen der Anteilsarbeit der Ego-States-Therapie.

Wie fühlt sich das an, wenn ein Patient sagt: „Es ist so laut in meinem Kopf.“

Zur Veranschaulichung tragen Filme, Fallbeispiele und Übungen bei.

Das Konzept lässt sich ebenfalls für Patienten mit Schmerzsymptomatik oder chronischen Erkrankungen anwenden.

Wünschenswert für die Teilnahme wäre ein traumatherapeutische Wissen und Grundkenntnisse über EMDR.

Am dritten Tag werden mitgebrachte Fälle der Teilnehmerinnen/Teilnehmer supervidiert und mit dem Protokoll TASSE geübt. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann dann in der folgenden Arbeitswoche mit dem Protokoll TASSE in der Praxis starten.

Ich freue mich Sie auf der Fortbildung begrüßen zu dürfen.

Ablauf des Seminars

Tag: Freitag 10.00- 18.00 Uhr

Begrüßung und Vorstellungsrunde

Erläuterung zum Ablauf des Tages und welche Traumatechniken liegen dem Konzept zu Grunde.

Wie funktioniert die bindungskorrigierende Aufarbeitung beim Protokoll TASSE?

Das Protokoll TASSE: Genaue Erklärung und Ablauf des Protokolls mit den Einwebungen.

Film Protokoll TASSE: Traumaaufarbeitung mit einer 12 jährigen Patientin mit komplexer Traumatisierung.

Traumnetzwerk

Die therapeutische Haltung bei Traumapatienten/ Schmerzpatienten mit früher Traumatisierung.

Warum ist eine bindungskorrigierende Aufarbeitung wichtig?

Basiswissen Bindungstheorie und die Auswirkung auf den betroffenen Menschen.

Fallbeispiele von Bindungstraumatisierungen

Fallbeispiele bei komplex traumatisierten Patienten.

Einbeziehung traumatisierter Eltern, angelehnt an das I.B.T.

Das transgenerationelle Erbe.

Was gehört eigentlich zu dem Patienten und was gehört zu den Eltern? Wie kann man das trennen und aufarbeiten?

Wie startet man eine Therapie mit einem bindungstraumatisierten/ komplex traumatisierten Kind Jugendlichen oder Erwachsenen?

Demonstration EST Zug-Technik zum Auffinden von frühen Traumatisierungen

Erläuterung und Bilder zur Spielbühne.

Kurze Darstellung zur Theorie Dissoziation.

Arbeiten mit den Anteilen komplex traumatisierter Patienten, während der Patienten dissoziieren.

Übung: Wie erkennt man Inhalte aus der Dissoziation unserer Patienten?

Übung: Wie kann man Dissoziationen bindungsorientiert aufarbeiten?

Kurze Darstellung der EST.

Wie erklärt man Kindern/ Jugendlichen Anteile?

Übung: Wenn die Stimmen im Kopf laut werden.

Fallbeispiel medizinisches Trauma

Protokoll TASSE und der Schmerz an Hand einem Fallbeispiel, Kind 3,5 Jahre mit Morbus Crohn.

Zeit für Fragen.

2.Tag: Samstag 10.00-17.00 Uhr

Tanztherapie und EMDR

Übung: EST-Zug-Technik für die Aufdeckung von frühen Traumatisierungen bei Jugendlichen und Erwachsenen.

Erläuterungen für die Umsetzung Aufdecken früher Traumatisierungen bei Kindern.

Mit der Sandspieltherapie, Malen, Playmo-Krankenhaus.

Zeit für Rückmeldungen und Fragen

Genaue Erläuterung des Ablaufs vom Protokoll TASSE und Demonstration.

Film zum Protokoll TASSE: Lange Schmerzsymptomatik, frühkindliches medizinisches Trauma und transgenerationales Trauma einer 17-jährigen Patientin.

Übung und Demonstration : Protokoll TASSE

Zeit für Rückmeldungen und Fragen

Zeit für die Abschlussrunde.

3.Tag: 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

 Übung des Protokoll TASSE mit mitgebrachten Fällen der Teilnehmer und

Supervision der mitgebrachten Fälle.

 

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