Workshop zur Fallkonzeption in der Traumatherapie

Wann

Fr., 21.10.2022    
10.00 bis 18.00 Uhr
8 Unterrichtseinheiten

Buchungen

€264,00 inkl. 20% USt.
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Wo

zap-wien
Penzingerstraße 52/7, Wien, Wien, 1140

Referent/in

Dr. Sylvia Wintersperger

Veranstaltungstyp

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Zielgruppe

  • PsychotherapeutInnen
  • ÄrztInnen mit PsyIII-Diplom
  • Klinische PsychologInnen
  • MusiktherapeutInnen in eigenverantworlicher Ausübung

Inhalt

Der Workshop dient vor allem der Unterstützung jener KollegInnen, die das ZAP Zertifikat Traumaspezifische Psychotherapie (- klinisch Psychologische Behandlung) bzw. das DeGPT-Zertifikat „spezielle Psychotraumatherapie DeGPT erwerben wollen. Er wird mit geringer TN-Zahl geführt.
Das Verfassen der Fallberichte als Grundlage der Zertifizierung soll einem Ablauf folgen, der den Phasen der traumatherapeutischen Vorgehensweise entspricht (siehe Fallberichtsvorlage).

Im Zentrum dieses Tages-Workshops steht die gemeinsame Arbeit an der traumaspezifischen Fallkonzeption: Sie ist die Grundlage für die Behandlungsplanung und das Gelingen der Therapie.

 

Im Workshop können Fälle der TeilnehmerInnen vorgestellt und an ihnen gearbeitet werden. 

 

Aus den Informationen zu aktuellem sozialem Umfeld und sozio-psychischem Funktionsniveau, der aktuellen Symptomatik und KH-Vorgeschichte können erste diagnostische Überlegungen angestellt werden. Die biographische Anamnese (soweit möglich!) sowie das Erscheinungsbild und Interaktionsverhalten im Gespräch sind weitere Anhaltspunkte für diagnostische Überlegungen; sie begleiten und ergänzen darüberhinaus laufend das Krankheitsgesamtbild. All das zusammen bildet die Grundlage für die Hypothesenbildung zur Fallkonzeption. Die Psychologische Diagnostik ergänzt.

Die Traumaspezifische Diagnose soll neben den ICD-Diagnosen auch die neurophysiologischen und traumadynamischen pathogenetischen Überlegungen enthalten.

  • Vermutete Art der Traumatisierung (Mono-trauma, Schocktrauma, sequentielle Traumatisierung, Bindungstrauma, Entwicklungstrauma?)
  • PTBS-Symptome?
  • Komplexe PTBS?
  • Komorbiditäten und Differentialdiagnosen?
  • Affektive Symptome?
  • Traumadynamik als pathogenetischer Faktor?
  • Dissoziative Symptome?
  • Strukturelle Dissoziation (DIS, Partielle DIS)?

 

Aus der genauen Fallkonzeption inklusive der intrapsychischen Ressourcenerhebung – Resilienz/ Ich-stärke ergibt sich die Behandlungsplanung: Non-komplexe TFS lassen einen andere Behandlungsverlauf erwarten als komplexe TFS.

Stabilisierung und Ressourcenarbeit sind Basis und Voraussetzung zur Traumakonfrontation.
Wann ist Traumakonfrontation möglich und wann nicht. Was ist indirekte nonkonfrontative Traumaarbeit?
Bei Komplextrauma nehmen v.a. stabilisierende und ressourcenaktivierende Interventionen einen großen Raum ein.

 

Achtung: Methoden, die auf der überwiegenden Arbeit mit inneren Anteilen (Ego-state-therapie) beruhen, oder die Arbeit mit struktureller Dissoziation (Enaktive Traumatherapie – E. Nijenhuis) werden im ZAP-Curriculum nicht grundständig gelehrt.

Der Workshop findet ab 4 TeilnehmerInnen statt, ist auf 8 TeilnehmerInnen begrenzt und kann zur Hälfte als Supervisionsstunden angerechnet werden.

 

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